Mietbedingungen


 

Mietbedingungen des Bootsverleihs Stefan Meier

 

Soweit individuell nichts anders vereinbart ist gelten diese Geschäftsbedingungen für sämtliche Vertragsbeziehungen des Bootsverleih Stefan Meier (Vermieter) über die Vermietungen eines oder mehrerer Boote sowie sonstiger Gegenstände.

 

 

§ 1 Buchungsanfrage und Vertragsschluss

  1. Eine Vermietung der Boote erfolgt nur an Personen, die das 18. Lebensjahr bereits vollendet haben.

  2. Die Buchungsanfrage durch den Mieter kann persönlich, telefonisch, schriftlich oder per E-Mail erfolgen.

  3. Die Buchungsanfrage wird durch den Vermieter geprüft und der Mieter erhält eine Bestätigung über die Verfügbarkeit der Boote (Buchungsbestätigung).

  4. Die Buchungsbestätigung enthält neben der Aufstellung des Preises auch die Höhe der bei der Übergabe des Mietobjektes zu leistenden Kaution (siehe hierzu § 2 Abs. 5). Die Höhe der Preise und der Kaution sind der aktuell gültigen Preisliste zu entnehmen, welche auch auf der Internetseite (www.bootsverleih-stefanmeier.de) veröffentlicht ist.

  5. Der Mieter hat eine Anzahlung in Höhe von 25 Prozent des in der Buchungsbestätigung angegeben Preises zu leisten.

  6. Die Anzahlung hat innerhalb von 7 Tagen ab dem auf der Buchungsbestätigung angegebenen Datum zu erfolgen.

  7. Geht die Anzahlung innerhalb der in § 1 Abs. 6 genannten Frist ein, ist die Buchung wirksam. Ein Eingang nach der in § 1 Abs. 6 genannten Frist stellt ein neues Angebot des Mieters auf Abschluss eines Mietvertrages mit den in der Buchungsbestätigung vereinbarten Vertragsinhalt dar. Dem Vermieter steht es frei, dieses Angebot anzunehmen. Sollte der Vermieter das Angebot nicht annehmen, teilt er dies dem Mieter unverzüglich mit und überweist dem Mieter die Anzahlung auf ein vom Mieter zu benennendes Konto zurück.

  8. Im Mietpreis inbegriffen sind neben dem gemieteten Boot folgendes Material: Schwimmwesten, Paddel, Pumpe, Manometer, Reparaturset, Rettungssack, wasserdichte Säcke, Schwamm (Leihmaterial).

  9. Eine Weitervermietung der Boote durch den Mieter ist untersagt.

 

§ 2 Übergabe
  1. Die Übergabe der Boote und des Leihmaterials erfolgt an dem, in der Buchungsbestätigung angegebenen Tag. Der genaue Übergabeort und die Übergabezeit werden bei Vertragsschluss zwischen dem Vermieter und dem Mieter vereinbart.

  2. Die Boote und das Leihmaterial werden vom Vermieter an den vereinbarten Übergabeort transportiert. Alternativ steht es dem Mieter frei die Boote und das Leihmaterial am Sitz des Vermieters abzuholen. Die Übergabe der Boote erfolgt dabei im aufgeblasenen Zustand.

  3. Die Boote und das Leihmaterial werden vom Vermieter im mangelfreiem Zustand übergeben.

  4. Die Boote und das Leihmaterial werden vom Mieter und Vermieter bei Übergabe gemeinsam auf die Mangelfreiheit geprüft. Etwaige Schäden sind schriftlich festzuhalten.

  5. Der Mieter hat bei Übergabe durch die Vorlage eines Personalausweises oder eines anderen amtlichen Dokumentes nachzuweisen, dass er das 18. Lebensjahr vollendet hat. Darüber hinaus hat der Mieter die in der Buchungsanfrage angegebene Kaution an dem Vermieter zu leisten.

  6. Der Mieter erhält, wenn er dies wünscht, eine Einweisung durch den Vermieter.

 

§ 3 Verwendung
  1. Der Mieter hat die Boote und das Leihmaterial sorgfältig und nur seinem Verwendungszweck entsprechend zu benutzen. Es darf nicht zweckentfremdend werden. Insbesondere obliegt es dem Mieter, dass die höchstzulässige Teilnehmerzahl eingehalten wird.

  2. Nach der Übergabe hat der Mieter die Boote und das Leihmaterial vor Verlust und Diebstahl zu sichern.

  3. Es ist stets auf den korrekten Luftdruck der Boote zu achten. Speziell durch starke Sonneneinstrahlung, sowie bei Lagerung außerhalb des Wassers kann ein Überdruck entstehen. Hier ist unverzüglich Druck abzulassen, damit keine Schäden entstehen.

  4. Die Boote sind erst im ausreichend tiefen Wasser (der Bootsboden darf den Gewässergrund nicht berühren) zu beladen und zu besteigen.

  5. Die Boote müssen außerhalb des Wassers stets getragen werden. Bei der Umtragung von Hindernissen sind alle Gegenstände vorher aus den Booten auszuladen.

  6. Das Befahren von Wehren und Schleusen ist strikt untersagt.

  7. Alle Teilnehmer, insbesondere Kinder, müssen schwimmen können. Die Aufsichtspflicht obliegt hier den Aufsichtspersonen. Die Teilnehmer, auch sofern sie schwimmen können, haben während der gesamten Dauer der Bootstour Schwimmwesten zu tragen. Für Kinder unter 8 Jahren ist das Tragen einer Schwimmweste nach DIN EN ISO 12402-4 Pflicht.

  8. Es ist darauf zu achten, dass die Bootshaut nicht durch spitze Gegenstände, Flaschen und ähnliches beschädigt wird.

  9. Auf den Booten besteht ein generelles Rauchverbot um Beschädigungen vorzubeugen.

  10. Der Vermieter weißt ausdrücklich darauf hin, dass insbesondere beim Ein- und Aussteigen eine erhöhte Rutschgefahr besteht. Der Vermieter haftet insoweit nicht für Unfallschäden, soweit § 11 keine abweichende Regelung enthält.

 

§ 4 Verhalten

  1. Der Mieter hat sich über alle gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere an die jeweiligen Schifffahrtsordnungen zu informieren und sich an diese zu halten.

  2. Der Mieter und alle weiteren Teilnehmer haben sich rücksichtsvoll gegenüber Dritten und schonend und verantwortungsvoll gegenüber der Natur zu verhalten.

  3. Der Mieter und die weiteren Teilnehmer haben sich so zu verhalten, dass jederzeit jede Gefährdung oder Beeinträchtigung für sich selbst und anderer Kunden sowie sonstiger Dritter ausgeschlossen ist.

  4. Der Mieter und die weiteren Teilnehmer haben sich in der Natur ruhig zu verhalten, in der Flussmitte zu fahren und nur an genehmigten Ein- und Ausstiegen die Boote einzusetzen und zu verlassen. Der Mieter hat bei seiner Bootstour alle behördlichen Anordnungen und Auflagen, insbesondere auch Warn- und Hinweisschilder zu beachten. Anordnungen zur Umgehung von Hindernissen, Stromschnellen, Wehren o. ä. sind exakt zu befolgen.

  5. Der Mieter hat sich über eventuell bestehende Befahrungsverbote bei seiner geplanten Tour zu informieren und diese auch zu beachten. Der Mieter stellt bei Verstoß gegen etwaige Befahrungsverbote den Vermieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die sich aufgrund von Streitigkeiten in Zusammenhang mit einer unzulässigen Befahrung ergeben.

  6. Es wird diesbezüglich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Donaudurchbruch (NSG Weltenburger Enge), vom Landratsamt Kelheim, für die gewerbliche Nutzung gesperrt ist. Hier ist die Durchfahrt mit Mietbooten untersagt.

 

§ 5 Rückgabe

  1. Der Ort und die Uhrzeit der Rückgabe werden zwischen dem Vermieter und dem Mieter bei Vertragsschluss, spätestens jedoch bei der Übergabe vereinbart. Die Boote sind im aufgeblasenen Zustand zurückzugeben.

  2. Sollte der Mieter den Termin zur Rückgabe nicht einhalten können, hat er dies dem Vermieter unverzüglich mitzuteilen. Für den Fall, dass eine Abholung der Boote durch den Vermieter vereinbart ist und der Mieter die Verspätung nicht unverzüglich anzeigt, hat der Mieter ab einer Verspätung von mehr als einer halben Stunde eine Vertragsstrafe in Höhe von 25,- EURO je angefangener halben Stunde zu leisten.

  3. Ein an den Booten oder dem Leihmaterial entstandener Schaden oder Verlust ist dem Vermieter unverzüglich zu melden

  4. Die Boote und das Leihmaterial sind in einem sauberen Zustand zurück zu geben

  5. Die Boote und das Leihmaterial werden bei der Rückgabe vom Vermieter und vom Mieter auf Schäden geprüft. Sollten keine Schäden festgestellt werden, erhält der Mieter die bei Übergabe geleistete Kaution zurück.

  6. Bei Unfällen hat der Mieter dem Vermieter bei Rückgabe des Bootes über alle Einzelheiten schriftlich unter Vorlage einer Skizze zu unterrichten.

  7. Gibt der Mieter die Boote und das Leihmaterial nach Beendigung des Mietverhältnisses nicht zurück, so kann der Vermieter für die Dauer der Vorenthaltung als Entschädigung die vereinbarte Miete oder die Miete verlangen, die für vergleichbare Sachen ortsüblich ist.

 

§ 6 Zahlung

  1. Der Mieter erhält bei der Rückgabe eine Rechnung vom Vermieter.

  2. Der Rechnungsbetrag ist abzüglich der Anzahlung, bei Rückgabe des Bootes und des Leihmaterials bar zu bezahlen. Soweit es sich bei dem Mieter nicht um einen Verbraucher handelt, besteht wahlweise die Möglichkeit den Rechnungsbetrag innerhalb von 7 Tagen auf das Konto des Vermieters zu überweisen.

 

§ 7 Bestimmung zu den Witterungsverhältnissen

 

Der Vermieter übernimmt keine Einstandspflicht bzw. kein Risiko bezüglich der Witterungsverhältnisse. Soweit etwas anderes nicht ausdrücklich vereinbart wurde, bestehen die vertraglichen Verpflichtungen bei jedem Wetter, insbesondere auch bei Regen oder jahreszeitlich ungewöhnlich hohen oder niedrigen Temperaturen, fort. Ausnahmen gelten bei Hochwasser, vgl. § 8.

 

 

§ 8 Rücktritt vom Mietvertrag

  1. Der Vermieter behält sich vor aus wichtigen Gründen vom Mietvertrag zurücktreten oder diesen außerordentlich fristlos zu kündigen.

  2. Sollten die Mieter offensichtlich unter Drogen oder schweren Alkoholeinfluss stehen, oder sonst eine Gefahr für sich oder Dritte darstellen, kann der Mietvertrag auch unmittelbar vor der Fahrt bzw. während der Fahrt vom Vermieter aufgelöst werden.

  3. Der Mieter ist ohne die Angabe von Gründen zur Stornierung des Vertrages berechtigt. Im Falle der Stornierung durch den Mieter kann der Vermieter Ersatz für die entstandenen Aufwendungen und geminderten Möglichkeiten einer anderweitigen Vermietung als Schadensersatz fordern. Ohne Auslösung von Schadensersatzansprüchen des Vermieters ist der Mieter zur Stornierung bis 14 Tage vor dem Leistungsdatum, im Übrigen nach den folgenden Maßgaben berechtigt:
    - 13 bis 7 Tage vor Leistungsdatum → 25 % der Rechnungssumme
    - 6 bis 3 Tage vor Leistungsdatum → 35 % der Rechnungssumme
    - 3 bis 1 Tage vor Leistungsdatum → 50 % der Rechnungssumme
    -  am Tag der Leistung → 100 % der Rechnungssumme

    Dem Mieter steht jedoch ausdrücklich der Nachweis offen, dass kein Schaden eingetreten ist oder dieser wesentlich geringer ist als die oben genannten Pauschalen.

  4. Stornierungen müssen schriftlich gegenüber dem Vermieter erfolgen, es sei denn der Vermieter stimmt einer mündlichen Stornierung zu. Als Stornierungstag gilt der Tag des Zugangs der Stornierung beim Vermieter.

 

§ 9 Unwetterwarnungen, Hochwasser

  1. Bei Unwetterwarnungen oder Hochwasser findet keine Vermietung statt. Der Mieter erhält seine Anzahlung zurück oder kann mit dem Vermieter einen Ersatztermin vereinbaren.

  2. Sollte der Mieter auf einer Mehrtagestour unterwegs sein und es kommt zu Hochwasser/Unwetter ist die Fahrt unverzüglich einzustellen. Der Mietpreis ist in diesem Fall nur anteilig, nach der bereits verstrichenen Mietzeit, zu leisten.

 

§ 10 Ersatzansprüche gegenüber den Mieter

  1. Soweit Beschädigungen an den Booten durch den Mieter zu vertreten sind, ist der Mieter zum Ersatz des hieraus entstandenen Schadens verpflichtet.

  2. Können Schäden durch den Vermieter selbst behoben werden, fallen Kosten von 25 Euro pro angefangene halbe Arbeitsstunde zuzüglich Materialkosten an. Aufwendigere Reparaturen erfolgen durch den Hersteller.

  3. Für den Verlust oder die irreparable Beschädigung des Leihmaterials sind folgende Pauschalen zu entrichten:

Schwimmweste – 55 €

Stechpaddel – 47 €

Wasserdichter Packsack 60 L – 33 €

Wasserdichter Packsack 8 L –17 €

Manometer – 28 €

Luftpumpe – 45 €

Rettungssack – 46 €

 

Dem Mieter steht jedoch ausdrücklich der Nachweis offen, dass kein Schaden eingetreten ist oder dieser wesentlich geringer ist als die oben genannten Pauschalen.

  1. Gibt der Mieter die Boote oder das Leihmaterial entgegen § 5 Abs. 4 im unsauberen Zustand zurück, wird bei grober Verunreinigung eine Reinigungsgebühr in Höhe von 25,00 €/pro Boot erhoben, soweit die Reinigung nicht vom Mieter übernommen wird.

  2. Normale Verschleißerscheinungen sind von der Schadenspflicht ausgenommen. Die Mängel sind jedoch auch hier unverzüglich zu melden.

 

§ 11 Haftungsausschluss

  1. Die vertragliche Haftung des Vermieters, für Schäden, die nicht Körperschäden sind (auch die Haftung für die Verletzung vor-, neben- oder nachvertraglicher Pflichten) ist auf den dreifachen Mietpreis beschränkt, soweit ein Schaden des Mieters vom Vermieter weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wurde.

  2. Ein Haftungsausschluss oder eine Begrenzung der Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung des Vermieters oder eine vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Vermieters beruhen, findet nicht statt. Das selbe gilt für sonstige Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Vermieters oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Vermieters beruhen.

 

§ 12 Datenschutz

 

Die im Rahmen der Vertragsbeziehungen mitgeteilten personenbezogenen Daten des Mieters werden ausschließlich zur Vertragsabwicklung und Bearbeitung der Anfragen verwendet.

 

 

§ 13 Gerichtsstand

  1. Der Mieter kann den Vermieter an dessen Sitz verklagen. Für Klagen des Vermieters gegen den Mieter ist der Wohnsitz des Mieters maßgeblich, es sei denn, die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute oder Personen, die nach Abschluss des Vertrages Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In solchen Fällen ist der Sitz des Vermieters maßgeblich.

  2. Es findet ausschließlich deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts Anwendung.

 

§ 14 Schlussbestimmungen

  1. Sind Allgemeine Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise nicht Vertragsbestandteil geworden oder unwirksam, so bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.

  2. Soweit die Bestimmungen nicht Vertragsbestandteil geworden oder unwirksam sind, richtet sich der Inhalt des Vertrags nach den gesetzlichen Vorschriften.

  3. Der Vertrag ist unwirksam, wenn das Festhalten an ihm auch unter Berücksichtigung der nach Absatz 2 vorgesehenen Änderung eine unzumutbare Härte für eine Vertragspartei darstellen würde.

 

Saal an der Donau, 19. April 2017